Bewilligte Projekte des Kooperationsprogramms

Projektliste aktualisiert am: 08.05.2019

Bei der Umsetzung des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen erhielten bisher 28 Projekte einen Fördervertrag.
Die förderfähigen Gesamtausgaben dieser Projekte betragen zusammen 89,491 Mio. Euro. Diese Ausgaben werden durch die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit insgesamt 71,961 Mio. Euro kofinanziert.

EU-Förderung der bewilligten Projekte
Prioritätsachse
Anzahl
EFRE-Mittel
1 - Natur und Kultur
8
18,785 Mio. EUR
2 - Verkehr und Mobilität
1
13,746 Mio. EUR
3 - Bildung
5
9,005 Mio. EUR
4 - Grenzübergreifende Kooperation
14
30,425 Mio. EUR

Liste der bewilligten Projekte: INT65



Prioritätsachse: 1 - Natur und Kultur

Gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft. Die pommerschen Zentralmuseen präsentieren die Geschichte und Kultur Pommerns gemeinsam

Projektbeschreibung:

Das gemeinsame kulturgeschichtliche Erbe Pommerns – ein einzigartiges Element für den Charakter der Region – stellt sein großes Potential dar. Die mentalen, kulturellen und sprachlichen Barrieren, die die polnischen und deutschen Einwohner trennen, stellen ein Hindernis dar, dieses Potential in vollem Umfang auszuschöpfen. Dazu zählen bedeutende Wissenslücken über die Geschichte und Kultur, wodurch auf beiden Seiten Vorbehalte entstanden sind, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hemmen. Um die Attraktivität der Region zu steigern, ist es unabdingbar, diese Hindernisse zu beseitigen. Daher haben die beiden pommerschen Zentralmuseen Schritte unternommen, Einwohnern und Gästen das Kulturerbe der Region näherzubringen und somit zu dessen Bewahrung beizutragen. Ziel beider Projektpartner ist es, gemeinsame, miteinander kompatible Angebote zu schaffen, indem die Geschichte sowie die Kultur und Kunst der pommerschen Kulturregion von den Anfängen bis zur Gegenwart aus zwei verschiedenen, sich gegenseitig ergänzenden Perspektiven präsentiert werden. Das Angebot an die Besucher wird moderne Dauerausstellungen, Bildungsprogramme und Veröffentlichungen umfassen. Um die Inhalte in einer für die Besucher attraktiven und überzeugenden Art und Weise zu zeigen, sind eine moderne Infrastruktur für die Ausstellungsräume sowie Multimediainstallationen vorgesehen. Damit werden - ausgehend von unserem gemeinsamen Erbe - beide Museen den grenzüberschreitenden Dialog fördern, der zur Verständigung und zum Regionalbewusstsein  beiträgt. Dieses Vorgehen übersteigt die herkömmlichen Aufgaben eines Museums. Aufgrund des herausragenden Charakters dieses Projekts sowie der Bedeutung beider Institutionen steht das Projekt auch unter der Schirmherrschaft des Marschalls der Wojewodschaft Westpommern und des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ordnet sich in den Kooperationsvertrag vom 17.10.2014 zwischen dem Marschallamt und der Stiftung Pommersches Landesmuseum ein. Darüber hinaus entspricht dieses Vorhaben inhaltlich der „Gemeinsamen Erklärung über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit” zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern aus dem Jahre 2000.
In der deutsch-polnischen Grenzregion ist die oben beschriebene Konzeption wegweisend. Das Projekt besteht aus Ausstellungsmodulen sowie aus einem interaktiven Teil. Beide Museen errichten neue Dauerausstellungen, die die bisher fehlenden bzw. völlig veralteten Bereiche ersetzen. Die Ausstellungen werden mit interaktiven Medien ausgestattet, mit denen beide Häuser die entsprechenden Sammlungen des Partnermuseums präsentieren können. Somit werden einerseits die Sammlungen virtuell vereinigt, anderseits wird dadurch die Öffentlichkeitsarbeit beider Museen um den Tätigkeitsbereich des Partners vergrößert. Grundlage des Projektes ist eine aktive Zusammenarbeit, die die verschiedenen Kompetenzen des Partners nützt. Dazu gehört die Einrichtung deutsch-polnischer Arbeitsgruppen, die gemeinsam Konzepte entwerfen und die Ausstellungsmodule umsetzen. Im Bereich der interaktiven Medien - so mehrsprachige Audioführer, Infopoints zur Einleitung einzelner Themen - werden die Informationen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Kulturerfahrungen in der jeweiligen Muttersprache modifiziert. Ziel ist es, eine gemeinsame Geschichte bis zum Fall der Odergrenze im Zuge des Beitritts zum Schengener Abkommen 2007 zu präsentieren. Die Bevölkerung und die Besucher beider Teile Pommerns erhalten so ein gemeinsam entworfenes Geschichtsbild der Region. In der Kultur- und Bildungsarbeit wird so ein bisher nicht dagewesenes Rezeptionsniveau  erreicht. Die Narration und  Darstellungsweise werden die Entwicklung der Kulturlandschaft im Kontext zur Natur präsentieren. Damit ist dieses modellhafte Projekt ein wichtiger Baustein der Tourismusförderung, eines Landes, das aus dem Slawischen übersetzt als „Land am Meer“ bezeichnet wird.

Nachrichten und Bilder zum Projekt INT65MedienberichteProjektpublikationen

Leadpartner:

Muzeum Narodowe w Szczecinie

Projektpartner:

Stiftung Pommersches Landesmuseum

Ausgaben (Euro): 2.813.871,77
EFRE-Mittel (Euro): 2.391.790,99
Projektbeginn: 01.01.2018
Projektende: 31.12.2020

Bezeichnungen der Interventionskategorien:

094 - Schutz, Entwicklung und Förderung öffentlicher Ressourcen Im Bereich Kultur und Kulturerbe / Ochrona, rozwój i promowanie dóbr publicznych w dziedzinie kultury i dziedzictwa,
E23 - Kunst, Unterhaltung, Kreativwirtschaft und Erholung / Sztuka, rozrywka, sektor kreatywny i rekreacja
T01 - Städtische Ballungsgebiete (dicht besiedelt, Bevölkerung > 50 000) / Duże obszary miejskie (o ludności > 50 000 i dużej gęstości zaludnienia),
M07 - Nicht zutreffend / Nie dotyczy

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