Bewilligte Projekte des Kooperationsprogramms

Projektliste aktualisiert am: 08.05.2019

Bei der Umsetzung des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen erhielten bisher 28 Projekte einen Fördervertrag.
Die förderfähigen Gesamtausgaben dieser Projekte betragen zusammen 89,491 Mio. Euro. Diese Ausgaben werden durch die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit insgesamt 71,961 Mio. Euro kofinanziert.

EU-Förderung der bewilligten Projekte
Prioritätsachse
Anzahl
EFRE-Mittel
1 - Natur und Kultur
8
18,785 Mio. EUR
2 - Verkehr und Mobilität
1
13,746 Mio. EUR
3 - Bildung
5
9,005 Mio. EUR
4 - Grenzübergreifende Kooperation
14
30,425 Mio. EUR

Liste der bewilligten Projekte: INT10



Prioritätsachse: 4 - Grenzübergreifende Kooperation

Innovatives polnisch-deutsches grenzüberschreitendes Programm für frühe Diagnose und Behandlung seltener Erkrankungen von Neugeborenen

Projektbeschreibung:

Das Projekt RareScreen wird, als Modell eines grenzüberschreitenden Zentrums zur Früherkennung seltener Erkrankungen bei Neugeborenen, die deutsch-polnischeZusammenarbeit stärken und die Gesundheitsversorgung für die jüngsten Bewohner der Region innovativ verbessern. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich wurde bereits durch das vorangegangene Projekt PomScreen begonnen, das europaweit als Kooperations-Modell auf dem Gebiet des Neugeborenen-Screenings einzigartig war. Neugeborenen-Screening ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen zur Früherkennung angeborener Stoffwechselstörungen, Hormonstörungen, Immunerkrankungen und anderer seltener genetischer Erkrankungen, die durch fehlende Symptome in den ersten Lebenstagen nicht ausreichend früh erkannt und damit behandelt werden können. In Folge dessen kommt es zum Tod bzw. zu Multiorgankomplikationen. Ziel ist die frühestmögliche Diagnose und der Beginn einer entsprechenden Therapie. Schätzungsweise 1 von 1400 Neugeborenen ist von einer, der durch das Screening abgedeckten seltenen Krankheit betroffen. Das Projekt verbessert nicht nur die Gesundheit der betroffenen Kinder, sondern auch die Situation der ganzen Familie. Die bestehende Zusammenarbeit wird durch zwei neue Partner, eine weitere Region- Brandenburg sowie neue diagnostische Methoden erweitert. Es werden einzigartige Möglichkeiten geschaffen, die Gesundheitsversorgung der Region zu verbessern. Die Umsetzung solch breit angelegter präventiver Untersuchungen wäre nicht an einem einzelnen Zentrum möglich, weswegen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen aus Greifswald, Stettin, Berlin und Warschau von konkretem Mehrwert ist. Durch gemeinsame Planung, Finanzierung, personelle Ausstattung und Umsetzung, wird die Liste der diagnostizierbaren seltenen Krankheiten z.B. um schwerwiegenden Störungen des Immunsystems und familiärer Hypercholesterinämie, erweitert und die Betreuung betroffener Kinder verbessert. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und dem grenzüberschreitenden Wissenstransfer profitieren alle Neugeborenen und ihre Familien im Fördergebiet direkt von den Maßnahmen. Dies wird in vielen Fällen das Leben von kranken Neugeborenen und Säuglingen retten. Es ermöglicht die Steigerung des Lebensstandards im Fördergebiet, als auch eine deutliche Kostensenkung für die Bevölkerung. Durch die Erfassung der Familien betroffener Neugeborener wird es auch möglich sein, sich um die anderen Familienmitglieder mit erhöhtem Risiko für die untersuchten Krankheiten zu kümmern. Somit wirkt das Projekt dem ungünstigen demografischen Wandel und dem Rückgang der Bevölkerung entgegen. Es erstreckt sich auch auf die Versorgung Neugeborener anderer ethnischer Gruppen im Fördergebiet durch das Screening auf Hämoglobinopathien, da bei ihnen diese Krankheit signifikant häufiger auftritt. Der Ausbau dieser Gesundheitsmaßnahmen bringt im Sinne einer intensiven Unterstützung der regionalen Integration einen messbaren Nutzen für die Bewohner der Region mit sich. Die Förderung dieses, auf europäischer und internationaler Ebene einzigartigen Projektes, erhöht das Ansehen und die Erkennbarkeit der Region. Die Erkenntnisse, die während des Projektes erworben werden, sollen auf regionale, bundesweiter und internationaler Ebene übertragen werden (Erweiterung von untersuchten Erkrankungen bei Neugeborenen in anderen Regionen und Ländern). Gemeinsame Bildungsveranstaltungen für polnische und deutsche Experten für seltene Erkrankungen, als auch den Patienten und deren Familien, werden die Kommunikation über die Grenze hinweg fördern und die Grenze als Barriere reduzieren. Das Projekt ist einer breiten Zielgruppe gewidmet, darunter 120000 polnisch- deutsche Neugeborene, deren Familien, Wissenschaftlern, Ärzten, Krankenschwestern, Hebammen als auch Studenten medizinischen Fakultäten im Fördergebiet. Dieses wird zu einer besseren Kenntnis der Bewohner des Nachbarlandes und gegenseitigen Verständnis führen.

Nachrichten und Bilder zum Projekt INT10MedienberichteProjektpublikationen

Leadpartner:

Universitätsmedizin Greifswald

Projektpartner:

2 - Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
3 - Charité – Universitätsmedizin Berlin
4 - Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie
5 - Samodzielny Publiczny Szpital Kliniczny Nr 1 PUM (SPSK1)
6 - Instytut Matki i Dziecka
7 - Instytut "Pomnik - Centrum Zdrowia Dziecka" (IPCZD)

Ausgaben (Euro): 3.395.562,31
EFRE-Mittel (Euro): 2.886.227,96
Projektbeginn: 01.05.2017
Projektende: 30.04.2020

Bezeichnungen der Interventionskategorien:

112 - Verbesserung des Zugangs zu erschwinglichen, nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen, einschließlich Dienstleistungen im Bereich Gesundheitsvorsorge und Sozialdienstleistungen von allgemeinem Interesse / Ułatwianie dostępu do przystępnych cenowo, trwałych oraz wysokiej jakości usług, w tym opieki zdrowotnej i usług socjalnych świadczonych w interesie ogólnym,
E20 - Gesundheits- und Sozialwesen / Opieka zdrowotna
T01 - Städtische Ballungsgebiete (dicht besiedelt, Bevölkerung > 50 000) / Duże obszary miejskie (o ludności > 50 000 i dużej gęstości zaludnienia),
M07 - Nicht zutreffend / Nie dotyczy

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